Wieder einmal ist die Winterpause viel zu kurz gewesen; wir haben die Zeit genutzt um uns ein neues Rallyeprojekt vorzunehmen:
ein Umstieg vom Escort RS 2000 auf einen Sierra Cosworth 2 WD, den wir nach dem Reglement der Gruppe N einsetzen werden.
Da kann man wirklich von einem neuen Projekt reden – bis auf die Marke ist wirklich alles anders.
Optisch haben wir da eine ganz besondere Idee umgesetzt: unser Sierra hat nahezu das gleiche Design, das unser Freund Stefan Schlesack als Ford-Werksfahrer in der DRM eingesetzt hat und damit Gruppe-N-Rallyemeister wurde.
Die viel zu kurzen Testfahrten haben auf uns einen richtig guten Eindruck gemacht: mit Turbopower schiebt der Cossi ganz ordentlich nach vorne, ist jedoch vollständig anders „zu behandeln“ als ein Escort.
Bei der Rallye Kempenich haben wir den Sierra zum ersten Mal eingesetzt. Noch bis zum Vorabend der Rallye hatten wir damit zu tun, die letzten Arbeiten abzuschließen: wir wollten ja zumindest ordentlich Licht am Auto haben.
Mit viel Vorfreude brachten wir den Sierra nach der Einführungsrunde in den Startpark, haben wir doch schon beim Abfahren gemerkt…“da könnte ordentlich was gehen“.
Besonders auf dem bestens bekannten Rundkurs Müllenbach auf der ehemaligen Südschleife wollten wir das Potenzial des Sierra richtig ausschöpfen.
Leider kam dann wieder einmal alles anders.
Start zur WP 1; bergauf – rutschig und glatt…und dann kaum was zu hören vom Auto.
Die gekapselten Helme „schluckten“ auch den letzten Rest der ohnehin geringen Geräuschkulisse, die unser Gruppe N – Renner entwickelt. Daran mussten wir uns erst mal gewöhnen.
Nachdem das geschafft war und wir uns aufs Rallyefahren konzentrieren wollten, war auch schon alles vorbei. Das Turboaggregat stellt nach 3 Kilometern der ersten Wertungsprüfung urplötzlich seinen Dienst ein. Wir wussten erst nicht was los war. Der Cossi nahm einfach kein Gas mehr an.
In einem Links-Abzweig konnten wir ausrollen. Der Blick unter die Motorhaube brachte zuerst auch keine Klarheit – doch kann entdeckte Paul den gerissenen Zahnriemen.
Was für ein Einstand!!
Die Analyse zu Hause ergab, dass unsere Hoffnung darauf, glimpflich davongekommen zu sein, sich nicht erfüllte. Ventile krumm, und davon hat unser Cossi ja ne ganze Menge – das ist schon ein kapitaler Schaden.
Wir werden nun alles daran setzen, zum nächsten Lauf der Youngtimer-Rallye-Trophy am 12. und 13.04. in Alsfeld wieder starten zu können. Hier wird schließlich bei einem Lauf zur Deutschen Rallyemeisterschaft gefahren – immer was Besonderes.
Besonders freuen wir uns darauf, mit unseren Youngstern Marvin und Stefan zusammen unterwegs zu sein. Die Jungs starten dann schon zum 3. Lauf des HJS-Diesel-Masters.
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